Zeitzeuge der NS-Zeit am GiPS

Pavel Hoffmann, stand schon als 2Jähriger auf den Todeslisten der Nazis, mit 6 Jahren war er nur durch ein Wunder lebend aus dem KZ Theresienstadt gekommen, fast seine ganze Familie starb jedoch in den Vernichtungslagern des NS-Regimes. Erst später, mit 9 Jahren, erfuhr er, dass er Jude ist und dass darin der Grund für die Verfolgung seiner Familie liegen solle. Seit 15 Jahren engagiert Hoffmann sich als Zeitzeuge an Schulen, um der jüngeren Generation die unfassbaren Greueltaten, die aus Vorurteilen, Antisemitismus und Rassismus erwachsen können, vor Augen zu führen. Für die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse war diese Begegnung sehr beeindruckend, machte sie doch das im Geschichtsunterricht behandelte Unrecht an den Juden erfahrbar, da ein Mensch mit ihnen sprach und sein Schicksal anschaulich und eindrücklich vorstellte. Die von Geschichtslehrerin Bojana Rakita organisierte Veranstaltung wurde von der Neuntklässlerin Barbara Knoche moderiert und ist auch Teil des GiPS-Programms von "Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage". Dazu passt auch der eindringliche Appel von Pavel Hoffmann: "Überlasst nicht den Antisemiten das Feld. Widersprecht ihnen, wo immer ihr antisemitische Vorurteile hört."
Christian Sommer