Versetzungsordnung

Die Bestimmungen der Versetzungsordnung bereiten immer wieder Auslegungsschwierigkeiten. Deshalb werden nachfolgend in tabellarischer Form die verschiedenen Ausgleichsmöglichkeiten aufgeführt:

Note Kernfach Note Nebenfach Ausgleichsnote Kernfach Ausgleichsnote Nebenfach
6 keine
6 1 x 1 oder 2 x 2
5 3
5 3
5 5 2 1 x 2 oder 2 x 3
2 x 5 2 x 2
2 x 5 2 x 2 oder 4 x 3 oder 1 x 2 und 2 x 3

Natürlich können auch Nebenfachnoten durch Kernfachnoten ausgeglichen werden.
Die Fächer Musik, Sport und Bildende Kunst sind grundsätzlich versetzungserheblich. Diese Regelung darf jedoch nur positiv angewendet werden. In anderen Fällen zählt in diesem Bereich nur das Fach mit der besten Note.

Ausnahmsweise kann die Klassenkonferenz einen Schüler mit Zweidrittelmehrheit versetzen, wenn sie zu der Auffassung gelangt dass seine Leistungen nur vorübergehend nicht für die Versetzung ausreichen und dass er nach einer Übergangszeit den Anforderungen der nächsthöheren Klasse voraussichtlich gewachsen sein wird. Diese Bestimmung darf allerdings nicht zwei Schuljahre hintereinander angewendet werden.

Die Klassenkonferenz kann im Einvernehmen mit dem Schulleiter nicht versetzte Schüler auf Probe in die nächsthöhere Klasse aufnehmen. Voraussetzungen sind, dass die Wiederholung möglich ist, dass die Konferenz und der Schulleiter davon ausgehen, dass der Schüler die Mängel in den Fächern, die mit schlechter als "ausreichend" benotet sind, zeitnah beheben kann. Es wird eine Zielvereinbarung geschlossen und nach ca. 4 Wochen Probezeit eine schriftliche und mündliche Prüfung angesetzt. Das Ergebnis dieser Prüfung ersetzt die Noten des vorangegangenen Jahreszeugnisses.

Ein Schüler muss das Gymnasium verlassen, wenn er

  • aus einer Klasse, die er wiederholt hat, nicht versetzt wird
  • nach Wiederholung einer Klasse auch die nachfolgende nicht versetzt wird
  • bereits zweimal eine Klasse des Gymnasiums wiederholt hat und wiederum nicht versetzt wird

Die freiwillige Wiederholung einer Klasse ist grundsätzlich nur zu Beginn eines Schulhalbjahres möglich. Über Ausnahmen entscheidet der Schulleiter. Sie gilt als Wiederholung wegen Nichtversetzung der Klasse, die bereits zuvor erfolgreich besucht worden war mit der Folge, dass die am Ende dieser Klasse ausgesprochene Versetzung rückwirkend als nicht getroffen gilt.